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Bundesamt warnt vor Trinkwasserknappheit in Deutschland

Sinkendes Grundwasser und der Verbrauch in der Landwirtschaft könnten mittelfristig die Versorgung mit Trinkwasser gefährden: Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz muss schon jetzt vorgesorgt werden.

 

Erst im vergangenen August waren Orte wie Simmern-Rheinböllen, Nieder-Beerbach und Merenberg in die Schlagzeilen geraten. Der Grund: In den genannten Städtchen und Dörfern war das Trinkwasser so knapp geworden, dass die Behörden strenge Regeln zum Sparen erlassen mussten.

Absehbar könnten sich solche Problemlagen laut dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, häufen. Er hat angesichts des Klimawandels vor Trinkwasserknappheit in Deutschland gewarnt.

»Es gibt schon die eine oder andere Gemeinde, die mit dem Problem Trinkwasserknappheit konfrontiert ist«, sagte Schuster dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er verwies auf sinkende Grundwasserspiegel und die »Konkurrenz zur Landwirtschaft«.

»Wir befürchten, dass das Problem noch zunimmt«, sagte Schuster. Darauf müssten sich die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kommunen einstellen. Um vorzusorgen, stellt das BBK seinen Angaben zufolge in einem Förderprogramm fast 60 Millionen Euro für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger bereit.

 

»Mindestens ebenso groß« wie das Risiko Wasserknappheit sei angesichts des Klimawandels »die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln«, sagte Schuster. »Auch darauf stellen wir uns ein.«

Der BBK-Präsident appellierte aber auch an die Eigenverantwortung der Menschen in Deutschland: »Ich will keinen Alarm schlagen, dazu ist es noch zu früh. Aber ein ressourcenschonender, nachhaltiger Umgang mit Wasser sowie eine erhöhte Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit in der Bevölkerung bei extremen Wetterlagen ist bereits heute sehr angezeigt.«

Sein Amt denke zudem schon jetzt darüber nach, »was passiert, wenn die Folgen des Klimawandels nicht früh genug gestoppt werden können«, sagte Schuster. Dabei könne der Staat allein aber »niemals so gut vorsorgen, wie es alle Bürgerinnen und Bürger zusammen können«.

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